gocfl / ocfl / extensions
Im Rahmen eines „Live-Lab“ wird das Erstellen von OCFL-Objekten mit dem Werkzeug gocfl diskutiert, praktisch durchgeführt und getestet. Dabei gibt es einen Tiefeneinblick in das OCFL-Format (u. a. Integrität, Benennungen, Versionierung und Erweiterungen) sowie in typische Versionierungsaktionen wie Löschen, Ersetzen und Umbenennen von Inhalten. Ein Schwerpunkt liegt auf für die digitale Langzeitarchivierung relevanten OCFL-Erweiterungen, z. B. Extraktion technischer und Dateisystem-Metadaten, nachhaltigere Dateinamen und objektinterne Formatmigration (inkl. Ansätzen wie METS/PREMIS und Trusted Timestamps). Der Workshop ist zum Zuschauen geeignet, richtet sich aber vor allem an Teilnehmende, die die Prozesse am Rechner selbst nachvollziehen wollen; gearbeitet wird im Terminal, entweder in einem bereitgestellten Container oder in der eigenen Umgebung mit entsprechenden Voraussetzungen.
Das Oxford Common File Layout (OCFL) ist ein offener Standard für die Strukturierung von digitalen Objekten in einem Dateisystem oder Objektspeicher. Es wurde entwickelt, um die langfristige Erhaltung digitaler Inhalte zu gewährleisten, indem es eine robuste, vollständige und versionierte Speichermethode bietet, die unabhängig von spezifischer Software-Infrastruktur ist.
OCFL wird oft als eine „intelligente Nachfolge“ von BagIt angesehen. Es erweitert BagIt um Versionierung, Deduplizierung sowie Umbenennungsmöglichkeiten von Pfaden und Dateinamen. Im Rahmen der Versionierung werden Löschungen und Umbenennungen ebenso unterstützt wie das Hinzufügen von Dateien.
Der Standard unterscheidet zwischen zwei grundlegenden Kernelementen:
In diesem Workshop wird das Werkzeug gocfl verwendet. Es handelt sich dabei um ein in der Programmiersprache Go geschriebenes Tool, das folgende Funktionen unterstützt:
Eine Übersicht über den geplanten Workshop-Ablauf finden Sie im Inhaltsverzeichnis (TOC).
Weitere Details zum Standard und der Spezifikation finden Sie auf der offiziellen Webseite: